Deutschland ist Weltmeister! Bericht – TAMIYA World Championships 2016 Japan/Shizuoka

Der Tamiya Fighter-Cup und Euro-Cup feierten in diesem Jahr sein 20- und 25-jähriges Jubiläum. Gekrönt wurde dieses Tamiya-Cup Jahr mit der Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Japan. Auf Einladung von Tamiya reisten 3 langjährige Fighter-Cup und Euro-Cup Sieger nach Japan um Deutschland zu vertreten.

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Simon Lauter, Christian Donath und Michael Stiegler flogen am 15.11.2016 in das Land der aufgehenden Sonne. Nach gut 12 Stunden Flug kam das Team in Tokio Japan an und reiste nach Shizuoka – dem Firmensitz von Tamiya Inc..

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Die Weltmeisterschaft wurde im Rahmen der alljährlich stattfindenden Tamiya Messe ausgetragen. Zum internationalen Team gehörten weiterhin Fahrer aus USA, Korea und Singapur. Insgesamt gingen über 120 Fahrer an den Start. In zwei Messehallen präsentiert Tamiya sein komplettes Sortiment – von der RC-Car WM, Mini 4WD All-Japan Meisterschaft (bis zu 3.000 Starter!) bis hin zu den Plastikmodelle und Neuheitenshow.eroeffnung hallenansicht_tamiya_messe

Am Freitag startete die WM Veranstaltung mit freiem Gruppentraining. Schon bei der Ankunft in der Halle merkten die Fahrer, dass in Japan alles perfekt organisiert ist. Die Strecke war spiegelverkehrt zu 2015 aufgebaut und der neu verlegte Teppich musste nun eingefahren werden.  Die WM wurde in 4 Klassen + Sonderrennen ausgetragen: M-Japan (M-05 und M-06 Chassis, Lightly-Tuned 28T Motor, 1600er NiCd Akku), GT3 (z.B. TA-05, TA-06, TA-07, TBLE-03S mit 15.5T Motor, 2400 NiCd Akku), GT5 (GT3+TRF Chassis, TBLE-03S mit 10.5T Motor,  LiFe Akkus) und TRF (TRF Chassis, TBLM-03S mit 10.5T Motor,  LiFe Akkus).

Fahrzeug von Simon Lauter
Fahrzeug von Simon Lauter

Am Samstag und Sonntag wurden insgesamt 4 Vorläufe gefahren. Tamiya verkaufte vor Ort markierte Typ-C Radsätze, die die technische Abnahme während der Veranstaltung einbehielt. Vor jedem Lauf bekamen die Fahrer ihre Räder für die jeweiligen Rennen. Insgesamt gab es ein sehr striktes Reglement um die bestmögliche Chancengleichheit zu gewährleisten. Unser deutsches Team hatte auf der gesamten Weltmeisterschaft keinerlei technische Beanstandungen – dies spricht für das sehr gute und klare japanische Reglement.

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Christian Donath startete in der schnellsten Klasse, der „TRF Championship“. Nach den Vorläufen stand Christian auf den 3. Platz hinter zwei japanischen Fahrern. Im ersten von zwei A-Finalen belegte Christian den zweiten Platz. Lange lag der auf den dritten Platz und konnte nur auf Fehler der japanischen Führung warten. Rund zwei Runden vor Schluss erkämpfte er sich den zweiten Platz. Mit einem vierten Platz im zweiten Finale reichte es in der Endabrechnung für einen absolut hervorragenden dritten Platz bei dieser WM.

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Letzter Check vor dem Finale.

Michael Stiegler startete in der GT3 Klasse mit einem TA-07 Pro. Auch hier war die Leistungsdichte unter den Fahrern enorm, denn auf der WM waren die einzelnen japanischen Tamiya Meister jeder Region und jeder Klasse am Start. Nach den Vorläufen lag Michael auf dem 24. Platz (B-Finale). Das B-Finale wurde nur einmal ausgefahren und  Michael konnte sich noch einen Platz nach vorne auf den insgesamt 23. Platz vorschieben.

Starterfeld des Finals
Starterfeld des Finals

Simon Lauter wählte für sich die zweitschnellste Klasse „GT5 Championship“ aus. Diese war vom Reglement fast identisch mit der TRF Championship – nur mit einer etwas kürzeren Untersetzung. Durch die 10.5T Motoren und den 6.6V LiFe Akkus waren die Modelle etwas langsamer im Vergleich zu den Rennen in Deutschland. Das gesamte internationale Team arbeite sehr gut zusammen und wurde auch von den japanischen Mitarbeitern und Fahrern sehr gut unterstützt, so dass am Ende jeder Fahrer ein sehr gutes Setup für sein Modell gefunden hatte.
Durch seine extrem konstante und ruhige Fahrweise schaffte es Simon, seinen Tamiya TRF 419X auf die Pole zu stellen. Die Abstände waren sehr eng. Ein kleiner Fehler im Vorlauf kostete auf der WM gleich mehrere Startplätze. Im ersten A-Finale behielt Simon die Führung von der ersten bis zur letzten Runde. Die zahlreichen Zuschauer sahen ein RC-Car Finale der Extraklasse. Fünf Minuten lang behielt Simon die Nerven und ließ den zweitplatzierten Japaner hinter sich. Der Abstand betrug über die komplette Renndauer weniger als eine Sekunde. Das Zweite A-Finale sollte ebenso spannend werden. Der japanische Fahrer machte minutenlang Druck bis er schließlich eine kleine Lücke fand und in Führung ging. Am Ende sollte die Zeit des schnellsten Laufes zählen und somit stand Simon Lauter mit einem Abstand von nur 0,3s als neuer TAMIYA Weltmeister in der Klasse GT5 fest!

siegerehrung

Weltmeister Simon Lauter
Weltmeister Simon Lauter

Während der Zeit in Japan wurde für alle internationale Teilnehmer sehr deutlich: Tamiya steht für „First in Quality Around The World“.  Die perfekte Organisation, die Hilfsbereitschaft und die spektakulären und fairen Rennen machen diese Weltmeisterschaft in Japan unvergessen.

Link Live-Video Event: https://www.youtube.com/watch?v=t1gjIKk6Qz4&feature=youtu.be

Quelle: Tamiya-Deutschland

Weitere Links

Tamiya 1:10 RC TRF419 X Chassis Kit

Tamiya 1:10 RC TA07 Pro Chassis Kit

http://mikanews.de/2016/07/31/tamiya-fighter-buggy-serie-finale-in-sonneberg-buggy/