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2. Erzgebirgscup-Lauf 2015/2016 beim TSV Gelenau

2. Erzgebirgscup-Lauf beim TSV Gelenau

Das Auftaktrennen der zweiten Saison machte der MSC Herrenhaide. Mit 31 Teilnehmern war dieses Rennen für eine lokale Serie im Sportkreis Ost bereits gut besucht. Zum zweiten Lauf in Gelenau kamen ganze 53 Teilnehmer.

Mit insgesamt 15 Nennungen war die Klasse EB (1:12 mit Standardmotoren). Fahrer aus Berlin und Nürnberg hatten den Weg ins Erzgebirge auf sich genommen. Das zeigt, dass die Klasse wieder mehr Zulauf hat.

Ein recht einfaches Reglement spricht viele Fahre im Umkreis an. Fahrer, die sich eher auf den Tamiya EuroCup oder die LRP-HPI-Challenge konzentrieren, können sich mit ihrem unterschiedlichen Material messen.
Selten hat man dazu die Gelegenheit.

Samstag und auch am Rennsonntag wurden noch unterschiedliche Reifensorten getestet.
Ein paar Fahrer waren auch mit Sorex 28R und Ride Reifen unterwegs.

6 Klassen werden im Rahmen des Erzgebirgscup gefahren.

Tourenwagen Anfänger ist für die wirklich jungen Nachwuchsfahrer. Der erste Kontakt zum Modellrennsport kann in solch einer Klasse vollzogen werden.

Bei den nächsthöheren Klassen (Tourenwagen Hobby, Tourenwagen Standard und Tourenwagen Stock) gibt es dennoch Restriktionen.
Den Sparfüchsen der Modellbauszene soll bei guter fahrerischer Leistung der Sieg gegönnt sein.

In Hobby dürfen nur günstige Kunststoffwannenchassis gefahren werden. Eine feste Auswahl wird jedoch nicht gemacht.

Bei den Standardfahrer kommen zwar Highend-Tourenwagen zum Einsatz, jedoch ist die Leistung durch eine Turnbegrenzung bei 17,5T (gesennsorte Brushlesssysteme)bzw. 16T (für das Carson Brushlesssystem) begrenzt.

Die Stockfahrer gehen mit bis zu 10,5T Brushlessmotoren an den Start. Ansonsten brauch man nur Hohlkammerreifen für den Tourenwagen und dann kann es schon losgehen.

Bis Mittag hatte jeder in drei Vorläufen a 5 Minuten Zeit, sich für den besten Startplatz zu qualifizieren.

Anfänger

Nur zwei Anfänger fuhren dieses Mal mit. Leon Felke machte schon auf seiner Heimstrecke beim ersten EGC (Erzgebirgscup) in Herrenhaide einen guten Eindruck.
Er bestätigte seine guten Leistungen bei den Rookies. Er fährt auch bei der LRP-HPI-Challenge in dieser Kategorie und sein Plus an Erfahrung gegenüber seinem einzigen Mitstreiter bemerkte man auch.
Seine Pole fuhr er mit über 1 Runde Vorsprung heraus.

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In den ersten Finalen verkürzte Enrico Poppe die Lücke auf Leon. Den Sieg konnte er ihm aber nicht wirklich streitig machen.
19 Runden in 5 Minuten waren mit einem Anfängerauto inkl. Büchsenmotor schon eine gute Zeit.

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Hobby

Mit 11 Mann gab es in der Hobby-Klasse mehr Action und auch mehr Erfahrung. Nach 3 Vorläufen holte sich der etablierte TEC-Fahrer Jörg Glashagen die Pole vor Tobias Schwarze und Torsten Bräuer.
Nur Kunststoffwannenchassis sind hier erlaubt. Diverse Tamiya-Chassis sind hier das Maß der Dinge. Eine Ausnahme bildete der Yokomo K5 von Tobias Schwarze.
Bei 8 Teilnehmern war beim A-Finale Schluß. Der junge Paul Glashagen war der glücklose BQ und ließ den deutlich älteren Fahrern Dietmar Maurus, Holger Janik und Holger Zirkler den Fortritt.

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In den Finalen fand Torsten Bräuer vom 3. Startplatz immer den Weg bis nach ganz vorne. Das erinnerte an den ersten Erzgebirgscup aus Herrenhaide. Da holte er den Sieg allerdings im B-Finale.
Je 3 Sekunden hatte Jörg Glashagen in den ersten beiden Finalläufen Rückstand. Das reichte für einen guten zweiten Platz in der Tageswertung. Tobias konnte seine Vorlaufleistungen nicht mit ins Finale nehmen.
Einen miserablen zweiter Lauf, in dem ihm nur ein 7.Platz gelang, nutzen seine Mitstreiter aus. Holger Zirkler kam dadurch noch aufs Podest und Tobias blieb nur der vierte Rang.
Fünfter wurde Andre Enge vor Stefan Zumpe, die beide von ihrer Startposition aus 2 Ränge gutmachten. Pechvogel im Finale war Dietmar Maurus. Durch 2 frühzeitige Ausfälle in den ersten beiden Finalen war nicht mehr als Platz 8 drin.

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Paul Glashagren gewann das B-Finale vor Kai Haenes und Pierre Wellhöfer.

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Standard

Auch mit 11 Teilnehmern, aber  mit mehr Karbonanteil im Chassis, war die Standard-Klasse ausgestattet. Einige trainierten mit LRP X20 17,5T Brushlessmotor und CPX V2 Reifen für den anstehenden Mibosport Cup in Hrotovice.
Erik Pauling war der überragende Mann der Vorläufe. Er distanzierte Robert Patrzek und Dirk Bräuer in den ersten zwei Vorläufen um je knapp eine Sekunde.
Robert sein Zweier Vorlauf war um zwei Zehntelsekunden schneller und deswegen gings für ihn von Startplatz 2 ins Finale vor Dirk, Heiner Thiersch (3er Lauf im letzten Vorlauf), Holger Schmidt (Tamiya TRF Evo6 Exotek), Ingo Roßberg und Frank Hiller.
Letzter Mann im A war Marcel Pietsch.

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Bastian Hansel von der IG-Modellbau Aue gewann das B-Finale souverän von seiner BQ-Position.

Im A-Finale zog das „TRF 419-Uhrwerk“ weg und gab der Konkurrenz keine Chance auf einen Laufsieg.
Erst gewann Erik die ersten beiden Finale und im dritten hatte er dann Robert den Fortritt gelassen.
Alle 3 Finalsiege wurden mit maximal 0,6 Sekunden Differenz (26R 5:01,9Min; 26R 5:02,3;26R 5:02,5Min) gewonnen.

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Die A-Finalisten vor dem Start (v.l.nr.: Marcel Pietsch, Dirk Bräuer, Holger Schmidt, Erik Pauling, Robert Patrzek und Heiner Thiersch).

Erik fuhr die beiden schnelleren Läufe.
Da kamen auch ein Dirk Bräuer (Team Durango DETC410) in guter Form und Heiner Thiersch nicht mit.
Ihnen blieb Platz 3 (Dirk) und 4 (Heiner) in der Tageswertung hinter der TRF-Reihe.

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Dahinter kam Marcel Pietsch, der den größten Sprung von Startplatz 8 machte, vor Holger Schmidt und Frank Hiller.
Ingo Roßberg hatte im Finale weniger Glück und wurde bis auf Platz 8 zurückgereicht.

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Eine neue Fluglinie eröffnete. Mit „Air Patrzek“ gehts im Direktflug von der ersten Kurve nach der Geraden bis über die Zählschleife. Die Fluglage war gut, aber an der Landung muss noch gearbeitet werden (siehe unten).

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Stock

Wie in Standard, gab es auch in Stock einen Mann mit drei Vorlaufsiegen. Michael Kammer hieß er und stand verdient auf der Poleposition.
Fabian Ehrhardt war jedoch stets dicht dahinter oder manchmal im Vorlaufgeschehen noch kurz davor. 2 Mal ging er mit unter 1 Sekunde Rückstand knapp an der Vorlaufbestzeit vorbei.

Dann kam der Lokalmatador Lucas Fischer(Yokomo BD7) vor Johann Thiersch (Àwesomatix A800A), Sven Müller (XRAY T4´16) und Torsten Müller(Yokomo BD7).
Für die Finalläufe gab es keinen klaren Favoriten, aber Michael Kammer hatte natürlich die besten Karten.

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Polesetter war Michael Kammer nach engem Kampf mit Fabian Ehrhardt.
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Das Finale Stock auf dem Fahrerstand vor dem ersten Finallauf.

Geprägt war das erste Finale vom Zweikampf zwischen Fabian und Michael. Beide fuhren sehr schnell und setzten sich konstant ab. Abreißen lassen war für Fabian aber keine Option und er blieb immer in der Nähe für einen Angriff.
Das ging über die ganze Laufzeit und war super anzuschauen. In der letzten Runde versuchte er es noch ein weiteres Mal. Michael machte aber die Lücke wieder zu ohne zu eng zu fahren.
Winzige 0,02 Sekunden rettete Michael dann über die Ziellinie. Johann kam 6 Sekunden später vor Lucas und Sven ins Ziel.

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Fabian Ehrharddt verfolgt den führenden MichaelKammer bis zur Letzten Runde.

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Platz 3 im ersten Finale ging an Johann Thiersch. Er kommt mit seinem A800A immer besser zurecht.

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Michael Kammer fuhr auch mal seine schöne Karosserie aus.

Ab dem zweiten Finale lief es dann für Lucas deutlich besser. Ein Wechsel des Reifensatzes brachte die Wende. Er konnte nun das Führungsduo unter Druck setzen.
Deutlich flotter ging es um die Kurve und er übernahm die Führung vor Michael und Fabian. Fabian versuchte wieder den Weg an Michael vorbei zu finden.
Michael gelang es wieder seine Position vor Fabian zu halten und hielt sich seine Karten für den Tagessieg offen. Johann kam als Vierter vor dem Rest des Feldes ins Ziel.
Der Rückstand auf Fabian war dieses Mal nicht ganz so groß.

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Lucas Fischer gewann die letzten beiden Finalläufe. Ein Wechsel des Reifensatzes brachte bessere Rundenzeiten.

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Im dritten Finale musste Johann nach 3 Minuten die Segel streichen. Wieder sah man gutes Racing im Führungsfeld. Lucas holte sich wieder die Führung und profitierte vom Zweikampf zwischen Fabian und Michael.
5 Sekunden konnte er herausfahren. Michael gelang bis Laufende noch eine Lücke von einer Sekunde auf Fabian.

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Lucas fuhr auch im letzten Finale an Michael und Fabian vorbei.

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Auf Platz vier fuhr Sven Müller nach Johanns Ausscheiden über die Ziellinie. Damit sicherte er seinen 5. Platz in der Tageswertung vor Torsten Müller, Jörg Kappauf und Christian Maiwald.
Im Endklassement reichte es für Lucas Fischer für den Sieg vor Polesetter Michael und Dauerstoßstangenkriecher Fabian.

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Der Yokomo BD7 mit dem Design von Torsten Müller.

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Formel 1

6 beigeisterte Formel1-Anhänger kämpften um den Tagessieg. Aus dem Tamiya EuroCup trafen alte Bekannte aufeinander.
Torsten Bräuer holte sich erst die Pole vo seinem Bruder Dirk und einen Nachmittag später auch den Tagessieg. Der Höckendorfer Sven Janik zeigte zwei sehr konstante Finalläufe und eroberte damit verdient den zweiten Platz.

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Dritter wurde noch das Geburtstagskind Thomas Felke. Er hielt Dirk im letzten Finale noch 1,7Sekunden hinter sich und sicherte damit sein Platz auf dem Podium. Dirk blieb trotz zwei Finalen in den Top 3 nur der undankbare 4. Platz in der Tageswertung.
Michael Aris kam mit seiner eigenwilligen Interpretation eines Formelfahrzeuges auf Platz 5 vor Rico Junghans.

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Sven Janik fuhr mit diesem Formelfahrzeug auf den zweiten Platz.

EB

Wie bereits schon erwähnt, war die Klasse 1:12 EB die bliebteste Klasse des Tages. Die 8 schnellsten Fahrer durften im A-Finale starten. Mit 7 Personen war das B also auch ziemlich voll.
3 Mal je 5 Minuten hatte man die Chance, sich für das A zu qualifizieren. Das gelang Jörg Kappauf, Holger Schmidt (Roche Rapide), Thomas Felke, Jan Dietmar (CRC Xti WC) und Uwe Sieber (Yokomo R12C3.1).

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Lokalmatador Daniel Sieber (Black Art XB22) stand mit gut 5 Sekunden auf der Pole vor Stefan Schulz(XRAY X12 ´16) und Torsten Müller (Black Art XB22). Torsten und Stefan trennte nicht viel. Hier konnte man einen schönen Zweikampf erwarten.

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Ein Teil der zahlreichen 1:12er Fahrer auf dem Fahrerstand vorm Start.

Daniel Gräsl, der sich nun wieder mehr der 1:12 Kategorie widmet, startete von Startplatz 9 als Erster ins B-Finale. Zwei Chancen ließ er aus und diese nutzen Dominik Schöffel und Nico Großheim aus.
Durch den schnelleren Zweier-Lauf zog auch noch Neueinsteiger Ralph Schmidt an Daniel vorbei und so landete er auf Rang 12.

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Daniel Gräsl startete mit seinem CRC im B-Finale.

Das erste A-Finale verlief recht untypisch. Nach einem seltenen Fehler vom Polemann hatte Stefan Schulz die Führung übernommen. Das Fahrverhalten von Daniels Racer war deutlich beeinträchtigt. Wenig später entschied er sich zur Aufgabe.
Bei Torsten streikte in der Zeit auch die Technik und er musste den Lauf vorzeitig beenden. Stefan lag nun komfortabel in Führung. Platz zwei schnappte sich Uwe Sieber vor Jan Dietmar.

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Stefan Schulz gewann das erste Finale EB.

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Jan Dietmar hatte trotz laner Ab- und Anreise sichtbar gute Laune.
Jan Dietmar hatte trotz laner Ab- und Anreise sichtbar gute Laune.

Die nächsten beiden Finalläufe wurden wieder von Daniel dominiert. Er gewann vom Start aus ungefährdet und legte zur Finallaufzeit von Stefan noch eine Runde drauf.

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TQ und Gesamtsieg in der Klasse EB gingen an Daniel Sieber.

Im zweiten Finale belegte Stefan einen ungefährdeten zweiten Platz. Torsten war zwar gut unterwegs, aber nach 6 Minuten war für ihn wieder verfrüht Schluß.
Erst in Finale 3 zeigte Torsten die vollen 8 Minuten, was bei höherer Zuverlässigkeit möglich gewesen wäre. Er blieb Stefan auf den Fersen.
Für Stefan reichte es mit 2 zweiten Plätzen und dem Laufsieg aus Finale 1 zum zweiten Gesamtplatz. Für Torsten reichte es nicht für das Podium.
Der letzte Podiumsplatz ging an das zweite Sieber-Familienmitglied.

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Von Startplatz 4 gings für Uwe Sieber noch aufs Podium.

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Jan Dietmar kam auf Platz 4 vor Thomas Felke und Jörg Kappauf. Jörg könnte sich in jedem Finale mindestens um 2 Ränge verbessern.
Platz 7 ging an den glücklosen Torsten vor Holger Schmidt.

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Autsch! :)

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Der nächste und vorletzte Erzgebirgscup-Lauf wird in dieser Saison wieder in Herrenhaide ausgetragen.
Wir sind schon gespannt, wie voll die 12er Klasse da sein wird.

Infos zum Erzgebirgscup: Reglement

Galerie der EGC-Streckenaction

Galerie vom 2.EGC-Lauf von Pierre Wellhöfer

Info zum Verein MSC Herrenhaide e.V.

Info zum Verein TSV Gelenau e.V.

Chassisfokus Tamiya TRF Evo 6 Exotek

Chassisfokus Roche Rapide P12

Chassisfokus XRAY T4´16

Chassisfokus TRF 419

Chassisfokus Yokomo BD7

Chassisfokus Black Art XB22

Chassisfokus Awesomatix A800A

Sieger

Anfänger

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Hobby

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Standard

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Stock

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Formel

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EB

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