GRAUPNER / SOAR SEIKI 998 EP IM TEST – Auf der Strecke

Nun geht es auf die Strecke. Den Akku voll laden und die Elektronik prüfen. Lenkung lenkt, „Gas“ und Bremse funktionieren auch. Die Grundeinstellung der Elektronik habe ich erledigt.

Habt ihr was vergessen? Nein, zuvor hoffentlich den Sturz und die Bodenfreiheit kontrolliert. Beides ist von der Strecke abhängig. Ich habe für die Strecke in Schwedt die Bodenfreiheit auf 24 mm / 26 mm (v/h) und den Sturz 1° / 2° (v/h) eingestellt.

Zum „Einrollen“ habe ich einen Ausflug auf die Wiese vor der Rennstrecke in Schwedt eingelegt. Geradeauslauf einstellen und einfach den Soar 998 EP über das Gelände scheuchen. Einfach geil, wie gut das Auto lag. Auf dem Grasboden lenkte der Soar gut ein, ohne das das Heck ausbrach. Zu jeder Zeit war das Fahrzeug kontrollierbar. Wer es spektakulär mag, dem rate ich auf losen Lehmboden oder Sandboden mit dem Fahrzeug zu fahren. Staubwolken und Drifts sind garantiert.

Bilder_Graupner_Soar_998_EP_1049 Bilder_Graupner_Soar_998_EP_1090

Danach ging es endlich auf die Strecke des Modellclub Schwedt. Der Soar reagierte auf dem Belag völlig anders. Zu wenig Griff auf der Hinterachse, bei Beschleunigen kam das Heck und die Lenkung sehr agil. Ich habe mich dann Schritt für Schritt den Griff an der Hinterachse zu erhöhen. Zuerst die Vorspur am hinteren Aufhängungsträger durch Wechseln der Einsätze auf 3 Grad erhöht.

Bilder_Graupner_Soar_998_EP_1033
Praxistest
2016_06_19_SK_Lauf_MC_Schwedt_0336
Aufhängungsträger demontiert und Kunststoffeinsätze gewechselt.

Da dies nicht wirklich viel gebracht hat, habe ich das Difföl hinten von 1.000 auf 3.000 WT erhöht.

2016_06_19_SK_Lauf_MC_Schwedt_0455
Das Schöne bei den 1/8er Buggy ist, dass man einfach an die Differenziale kommt. In wenigen Minuten kann das Difföl gewechselt werden.
2016_06_19_SK_Lauf_MC_Schwedt_0458
Neues Difföl einfüllen.

Das Fahrzeug ging immer einfacher um den Kurs zu bewegen. An der Lenkung versuchte ich es noch mit weniger Nachlauf. Leider hatte ich an diesem Tag keine anderen Federn und Stabis bei, um mehr testen zu können. Unzufrieden war ich mit dem Sprungverhalten, was auch durch ein Zusatzgewicht von 30 g an der Hinterachse keine Verbesserung brachte.

2016_06_19_SK_Lauf_MC_Schwedt_0459
Zusatzgewicht aus Blei vor der Hinterachse.
2016_06_19_SK_Lauf_MC_Schwedt_0460
Das Zusatzgewicht habe ich mittig positioniert
2016_06_19_SK_Lauf_MC_Schwedt_0310
Zu Beginn etwas „Kopflastig“.

2016_06_19_SK_Lauf_MC_Schwedt_0296 2016_06_19_SK_Lauf_MC_Schwedt_0288

Zwei Wochen später war ich mit dem Soar in Eisenach unterwegs. Als Reifen kamen wieder die Star Pin Reifen zum Einsatz, die wegen den ähnlichen Streckenbelag gut funktionierten. Diesmal probierte ich es mit weichem Öl bei dem Rennen. Ich wechselte vorne auf 35 und hinten auf 30 WT von Team Associated. Da im Baukasten nur die harten Federn beilagen und ich nur eine weiche Feder für hinten kurzfristig bekam, wurde dies so probiert. Ich war mit dem Fahrverhalten schon mehr zufrieden. Nur beim Beschleunigen schob das Fahrzeug nur noch auf den Plastersteinen über die Vorderachse und die Sprünge waren wegen dem Regler unkontrolliert zu springen. Mit 1,5 Grad Sturz vorne und 2 Grad hinten lief der Soar sehr gut. Das Fahrzeug lenkte direkt ein und war stabil beim Beschleunigen. Mit etwas Übung konnte ich die Sprünge problemlos meistern. Bei einem erneuten Test in Schwedt konnte ich das Problem lösen. Es stellte sich heraus, dass ich mit einem neuen Software-Update dieses Problem lösen konnte. Damit waren die Sprünge kein Problem zu nehmen. Änderungen am Fahrwerk waren spürbar auf der Strecke festzustellen. Mit der richtigen Einstellung machte es riesig Spaß das Fahrzeug um den Kurs zu bewegen. Übung macht den Meister.2016_06_19_SK_Lauf_MC_Schwedt_0306Nach über 3 Stunden reiner Fahrzeit mit dem Soar 998 konnte ich folgendes Fazit ziehen. Bis auf eine gebrochene Kolbenstange und Kugelpfanne (bin nach einem Sprung genau da hängengeblieben) hielt das Fahrzeug die beiden Rennen ohne Defekt durch. Die Antriebswellen und Zahnräder wiesen kaum Verschleiß auf. Etwas Spiel hatten die Querlenker und Radträger, was jedoch normal ist. Das Fahrzeug ist sehr robust und selbst nach den Landungen aus knapp 7 Metern Höhe ging es weiter. Überschläge hatte ich des öfteren bei den Rennen und im Training, welche der Soar problemlos wegsteckte. Die Haltbarkeit der Teile und Verschleiß war sehr gut. Da gab es nichts zu meckern.

 

Actionbilder

Bilder_Graupner_Soar_998_EP_1034 Bilder_Graupner_Soar_998_EP_1051 Bilder_Graupner_Soar_998_EP_1052 Bilder_Graupner_Soar_998_EP_1092 Bilder_Graupner_Soar_998_EP_1045 Bilder_Graupner_Soar_998_EP_1050

Bildergalerie
— Zurück zu Teil 3 —    — Weiter zur Bildergalerie -folgt —

Artikel 9980.EP

Preis 569,99 EUR

Quelle: Graupner

Seine Konkurrenten:
Weitere Links