Das waren vier Tage staunen, lernen, anfassen, mit- und selbst machen. Vier Tage Trubel, Action und Produktpräsentation in insgesamt sechs Messehallen. Und vor allem vier Tage Begeisterung. Denn die war den Teilnehmenden der INTERMODELLBAU 2025 ins Gesicht geschrieben. Die facettenreiche Miniatur-Welt der weltweit größten Messe ihrer Art lockte vom 10. bis 13. April neugierige Besucher aus Deutschland, aber auch aus dem Ausland an, die sich bei internationalen Ausstellern über die neusten Produkte und Techniken informierten und jede Menge Inspiration aufsaugten. Und das auf ganz vielfältige Art und Weise: bei mitreißenden Vorführungen und Shows, informativen Seminaren und Workshops oder einfach im Austausch mit Gleichgesinnten sowie Vereinen und Verbänden, die die ganze Bandbreite ihrer Arbeit zeigten – über alle Modellbausparten verteilt.
Dortmund, 14.04.2025 – Zehntausende Modelle waren in den Hallen 3 bis 8 zu bestaunen. Hinzu kam ein vielfältiges Programm, das alle abholte: vom Profi-Tüftler bis zum Modellbau-Neuling, von Alt bis Jung. „Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Produktpräsentation, fachlichem Input, Modellschau und Mitmach-Programm hat die INTERMODELLBAU in diesem Jahr erneut nicht nur Generationen vereint, sondern auch alle Sparten des Modellbaus und -sports. Das unterstreicht die Bedeutung, die die Messe für diese Branche hat“, erklärte Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe. „Sie hat sich mit ihrem vielfältigen und internationalen Angebot als einzigartige Plattform für Inspiration und Austausch etabliert und ermöglicht es allen Beteiligten, gemeinsam die Weichen zu stellen für die Zukunft – von Händlern und Herstellern über Vereine und Verbände bis hin zum einzelnen Tüftler. Sie alle haben spartenübergreifend gezeigt, wie sehr sich die Branche auch öffnet: für neue Ideen, für neue Zielgruppen und für Inspiration aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Nur so ist Weiterentwicklung möglich. Und ich freue mich, dass genau diese Weiterentwicklung hier bei uns in den Messehallen beginnt.“
Auch Geschäftsführer Steffen Kahnt fasste für den Handelsverband Spielwaren (BVS) zusammen: „Die INTERMODELLBAU begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus Technik, Fantasie und Faszination. Ob nostalgische Eisenbahnwelten oder smarte RC-Racer – hier findet jeder Fan sein persönliches Highlight.“
Zufriedenheit bei Besuchern und Ausstellern
„Was uns besonders freut, ist, dass die INTERMODELLBAU in diesem Jahr auch wieder gewachsen ist“, erklärte Sabine Loos. „Sowohl die Zahl der Aussteller als auch die Ausstellungsfläche konnten wir im Vergleich zum Vorjahr steigern. Es freut mich, dass wir unseren Besuchern damit eine unglaubliche Bandbreite an Unternehmen, Vereinen und Verbänden präsentieren konnten.“ Die Stimmung unter den Ausstellern war entsprechend positiv: Bei der unabhängigen Ausstellerbefragung gaben insgesamt bereits rund 84 Prozent der rund 380 ausstellenden Unternehmen an, auch im nächsten Jahr wieder auf der INTERMODELLBAU vertreten sein zu wollen.
Ähnlich positiv stellte sich die Stimmung bei den Besuchern dar. Hier planen fast 90 Prozent bereits ihren Besuch bei der INTERMODELLBAU 2026. Die Messe zog in diesem Jahr wieder ein breites Publikum an: vom erfahrenen Modellbauer über Neu- und Wiedereinsteiger bis hin zu Kindern, Jugendlichen und natürlich Familien. Und das nicht nur aus Deutschland, sondern auch über die Grenzen hinaus – etwa aus europäischen Nachbarländern wie Belgien, den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Schweden, Dänemark und Griechenland oder auch aus Großbritannien und sogar aus Japan. Insgesamt lag der Anteil der ausländischen Besucher bei rund 13 Prozent.
Vereine und Verbände heben Highlights der Messe hervor
Ohne engagierte Vereine und Verbände wäre die INTERMODELLBAU nicht das, was sie ist. Über alle Sparten hinweg präsentieren sich jedes Jahr Modellbau-Enthusiasten auf der Messe, um Einblicke in ihre Arbeit und natürlich Eindrücke von den Ergebnissen dieser Arbeit zu ermöglichen. Egal ob es durch Ausstellungsflächen, abwechslungsreiche Shows und Rennen zu Land, zu Wasser oder in der Luft oder die Präsentation spannender Dioramen, Modelle und Schauanlagen war – in den Dortmunder Messehallen prägten sie neben den Produktpräsentationen internationaler Unternehmen das bunte Bild und vor allem das bunte Programm.
In Halle 3 präsentierte sich unter anderem der Deutsche Modelflieger Verband e.V. (DMFV) auf dem großen Flugareal – und das mit actiongeladenen Shows. Stündlich zeigten die Piloten des DMFV ihr Können in der Luft – darunter immer wieder auch engagierte Jugendliche aus der Jugendorganisation JUMP!, die ihren erwachsenen Mitstreitern in nichts nachstanden. Marcel Möcking, zuständig für das Messen- & Eventmanagement des Verbands, sieht die Ziele des Verbands erfüllt: „Wir wollten in diesem Jahr unseren Nachwuchsbereich in den Vordergrund des Messeauftritts stellen und das ist uns sehr gut gelungen. Vor allem aber ist es von den Messebesuchern super angenommen worden. Unser Stand war sehr gut besucht und wir konnten vielen Schulklassen das Modellfliegen nahebringen, die zum Beispiel unsere Bastelangebote oder den Flugsimulator in Anspruch genommen haben. Wir sind absolut zufrieden.“
Nebenan am großen Wasserbecken zeigte sich auch Dieter Matysik, Senior-Präsident von nauticus e.V., zufrieden: „Die INTERMODELLBAU war wieder ein Highlight für Modellbauer aus allen Sparten und vor allem in allen Altersklassen. Unsere Vorführungen am Wasserbecken haben wieder zahlreiche Besucher angezogen und für glänzende Augen bei Jung und Alt gesorgt. Gerade unsere Highlights wie zum Beispiel die Offshore-Windkraft-Plattform, die Titanic im Maßstab 1:100 oder auch das beeindruckende Modell einer römischen Galeere kamen richtig gut an. Die INTERMODELLBAU vereint jedes Jahr Generationen und das sehe ich einfach gerne.“
Generationen verband auch das Treiben auf der Rennstrecke des Deutschen Minicar Clubs in Halle 5. Monika Geistmann, 1. Vorsitzende beim Minicar Club Dortmund e.V.: „Wir sind zufrieden mit unserem Messeauftritt. Wir haben viele interessierte Besucher begrüßen dürfen und für unsere Fahrer ist die Messe einfach immer ein Highlight. Die haben sich alle direkt schon das neue Datum für nächstes Jahr im Kalender notiert. Unsere jüngsten Renn-Teilnehmer sind sechs Jahre alt – das ist Nachwuchsförderung und das ist enorm wichtig für unseren Sport. Wir merken: Die aufwendigen Vorbereitungen für unseren Auftritt auf der INTERMODELLBAU, vor allem für den Rennparcours, haben sich gelohnt. Denn die Fahrer sind happy. Und sie freuen sich, hier unter anderem wichtige Rennen im Rahmen der Sportkreismeisterschaften zu fahren. Dabei werden nämlich Punkte gesammelt für die Deutsche Meisterschaft.“
Vielfältiges Angebot lockte zahlreiche Modellbahner in die Hallen 4 und 7
Ein Verband hat in diesem Jahr sein Engagement sogar noch ausgeweitet: Der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde (BDEF) brachte unter anderem mehrere Vereine mit ihren Schauanlagen mit nach Dortmund und bot auf seiner Ausstellungsfläche in Halle 7 nicht nur viel Platz für die Nachwuchsarbeit, sondern auch für Veranstaltungen. Der Vorstandsvorsitzende Michael Krumm zieht Bilanz: „Wir haben wirklich eine tolle Messe mit vielen Highlights auf unserer Verbands-Fläche erlebt. Die Dioramen, die im Rahmen des Wettbewerbs der Zeitschrift ‚eisenbahn magazin‘ bei uns am Stand zu sehen waren, haben viele Besucher angelockt. Aber auch die große Fläche für Jugendliche mit dem Gleis 5 und dem JuniorCollegeEuropa wurde super angenommen und es hat sich wirklich ausgezahlt, diese Angebote zusammenzuführen. Zudem haben wir gemeinsam mit der Verlagsgruppe Bahn eine erfolgreiche Veranstaltung zur Verleihung des ‚Goldenen Gleises‘ feiern dürfen. Wir sind den Firmen, die unsere Angebote hier unterstützt haben, sehr dankbar, sind aber vor allem auch sehr glücklich über die Unterstützung aus dem Nachwuchsbereich: Schüler der Modellbahn AG des Thomas-Mann-Gymnasiums in Stutensee haben hier toll mitgewirkt und Nachwuchsförderung gelebt.“
Markus Peschel, Schatzmeister des BDEF, ergänzte: „Wir haben viele wichtige Gespräche geführt auf der Messe – mit unseren Mitgliedern, die hier die Chance haben persönlich mit uns in Kontakt zu kommen, aber auch mit Interessenten. Wir haben sogar einige neue Mitglieder gewinnen können. Einen besonderen Dank haben wir bei einem kleinen Get-Together den acht Vereinen ausgesprochen, die ihre Anlagen auf der Messe präsentiert haben. Sie waren alle sehr zufrieden mit ihrer Präsentation. Es gab insgesamt eine schöne und vor allem vielfältige Auswahl an Schauanlagen. Kombiniert mit einer ausgewogenen Mischung an Herstellern und Händlern. Das zeigt, dass die INTERMODELLBAU einfach nach wie vor eine unheimlich starke Messe ist.“
Die Verleihung des „Goldenen Gleises“ fand am Abend des ersten Messetags statt. In einer feierlichen Veranstaltung wurden die von den Lesern der Zeitschriften MEB, MIBA, eisenbahn magazin, N-Bahn-Magazin und DiMo gewählten Gewinner bekannt gegeben und den Repräsentanten der jeweiligen Hersteller die begehrte Trophäe verliehen. Besucher konnten die prämierten Modelle dann an den Folgetagen auf den Messeständen der Preisträger bestaunen.
Schauanlagen sorgten mit spannenden Details teils für „Stau“ in den Gängen
Mehr als 30 Schauanlagen unterschiedlichster Spurweiten und Größen verteilten sich in diesem Jahr insgesamt über die Hallen 4 und 7, die Heimat der Modellbahner. Teils war kaum ein Durchkommen in den Gängen davor, weil es für Modellbahn-Enthusiasten so viele spannende Details und interaktive Features zu entdecken gab. Teils in mehreren Reihen standen sie daher vor den Anlagen, staunten, knipsten und kamen mit den Erbauern – Mitglieder von engagierten Vereinen und Verbänden, aber auch einzelne Modellbahn-Enthusiasten – ins Fachgespräch. Deutschland-Premieren präsentierten u.a. Jörg Krause (über De Bimmlbahner), der M.S.C. Kempen, der MBF Maifeld e.V., GermaNTRAK e.V. und die IG Modellbahn Essen aus Deutschland, der MTD Treinenclub sowie der ModelspoorKlub van de Kust aus Belgien, Peter und Anna Holzner aus der Schweiz und Spor1 Sjaelland aus Dänemark.
Gut besucht waren zudem die Flächen, die den Modellbahnern zusätzlichen Wissens-Input boten: Weil das Seminar-Angebot im Bereich Eisenbahnmodellbau in den vergangenen Jahren stark nachgefragt war, sorgte eine Kooperation mit der GeraMond Media GmbH bei dieser Messe-Ausgabe für eine Erweiterung. Denn neben dem bewährten Seminarbereich in Halle 4 boten sich auf der Workshop-Fläche in Halle 7 jede Menge Gelegenheiten für den „Deep Dive“ in Themen wie beispielsweise die Auswahl des richtigen Handreglers, die Modellbahnsteuerung per App oder auch erfolgreiche Jugendarbeit im Eisenbahnverein. Im Anschluss an lehrreiche Vorträge und Workshops gab es am neu geschaffenen „Treffpunkt Modellbahn“ ausreichend Gelegenheit für den Austausch mit Gleichgesinnten. Dieser wurde von vielen Modellbahnern dankbar für ein Päuschen mitten im Messe-Geschehen genutzt.
Aussteller brachten viele spannende Neuheiten mit nach Dortmund
Für ein abgerundetes Messererlebnis sorgten aber natürlich auch Top-Aussteller, die es den Modellbau-Fans ermöglichten, Produktneuheiten und innovative Techniken – teils erstmals – live zu sehen, anzufassen und zu testen. Für die Unternehmen eine unvergleichliche Möglichkeit, wichtiges Feedback zu ihren Produkten zu erhalten und vor allem mit ihrer Zielgruppe in den direkten Austausch zu kommen. Das geht nur auf Messen! Der erste Messetag startete etwa direkt mit einem Highlight für Modellbahner und Metal-Fans gleichzeitig: Wolfrad Bächle, Geschäftsführer der Gebr. Märklin & Cie GmbH, reiste persönlich an um zwei neue Highlights zu präsentieren. Der CIWL Edelweiß Zug in Spur 1 und der AC/DC Rock n Roll Train lösten einen wahren Besucheransturm am Stand in Halle 4 aus, so dass kaum ein Durchkommen rund um den Stand des Unternehmens war.
Damit stand Märklin jedoch nicht allein da. Viel Aufmerksamkeit erhielten beispielsweise auch die Car System Digital Anlage mit neuen Features und das Modell der Hochofenanlage „Meidericher Hüttenwerk“ im Maßstab 1:87 – beides gab es am Stand der Gebr. FALLER GmbH zu sehen. Auch die realistischen CarMotion-Fahrzeuge der Viessmann Modelltechnik GmbH oder auch der einzigartige Zweiwege Unimog U423 in H0 der Wolfgang Lemke GmbH zogen viele Interessierte an.
Und manche Aussteller hatten sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um auf ein ganz bestimmtes Jubiläum aufmerksam zu machen: Die Westfalenhallen werden 2025 100 Jahre alt. Das muss auch bei der INTERMODELLBAU, die mittlerweile auch seit 1979 fest zur Unternehmensgeschichte gehört, gefeiert werden. Und so düste im Flugareal des DMFV in Halle 3 immer wieder ein Jump Racer im 100-Jahre-Design durch die Luft – mit einem 100-Jahre-Banner im Schlepptau. Auf dem nahegelegenen Wasserbecken hingegen wurde eine individuell gestaltete Geburtstagstorte sogar zum Schwimmobjekt und glitt hinter den Miniatur-Schiffen durchs Wasser. In Halle 5 wiederum zeigte Siegfried Neumärker seinen Nachbau des Messegeländes inklusive der Westfalenhalle, den er im Maßstab 1:600 in Kleinstarbeit gebaut hat.
Neuer Messetermin für 2026 steht fest
Nach der Messe ist bekanntlich auch immer vor der Messe. Deswegen steigt jetzt schon die Vorfreude auf die INTERMODELLBAU 2026. Der Termin steht fest: Modellbau-Enthusiasten können sich bereits den 16. bis 19. April im Kalender markieren.
Quelle / Bilder : www.intermodellbau.de