Volle Fahrt voraus auf der INTERMODELLBAU

Hobby-Kapitäne, Marine-Fans und Schiffsmodellbauer können sich freuen: Am 16. April startet die INTERMODELLBAU in Dortmund. Schon einige Tage vorher beginnen in Halle 3 die Vorbereitungen für eine der beliebtesten Attraktionen – das 520 Quadratmeter große Wasserbecken. Während der Veranstaltung wird es täglich von 9 bis 17 Uhr zur Bühne für ein abwechslungsreiches Programm: Im Halbstundentakt wechseln sich Vorführungen und Mitmachaktionen ab und ziehen große wie kleine Besucher in ihren Bann.

Dortmund – Vom Fischereiboot über Raddampfer und U-Boote bis hin zu Yachten und Segelbooten: In Halle 3 ist während der INTERMODELLBAU alles unterwegs, was auf dem Wasser fahren kann – im Miniaturformat natürlich. Besonders für Kinder gibt es gleich zwei Highlights: Beim Wasserfußball um 12.15 Uhr treten ferngesteuerte Boote gegeneinander an. Außerdem können junge Besucher täglich um 11.35 Uhr selbst ans Steuer gehen und ein ferngesteuertes Schiffsmodell durch das große Becken navigieren – wer mitmacht, erarbeitet sich das Modellschiff-Kapitänspatent.

Dieter Matysik, langjähriger Präsident des Weltverbandes der Schiffsmodellbauer und des Deutschen Dachverbands „nauticus e.V.” sowie Mitglied im SMC Oberhausen, steckt mitten in den Vorbereitungen für die INTERMODELLBAU 2026. Rund um das Wasserbecken präsentieren zahlreiche passionierte Schiffsodellbauer ihre detailreichen Arbeiten – viele davon reisen eigens aus dem Ausland an.

Aus Schweden kommt beispielsweise ein Modellbauer mit einem Eisbrecher und zwei Schären-Dampfern im Miniaturformat. Die Originale verkehren zwischen den typischen kleinen Schäreninseln der schwedischen Küste. Ein Verein aus Schottland bringt Modelle von Schiffen der britischen Marine aus den 1940er- und 1950er-Jahren mit nach Dortmund. Ein Aussteller aus Budapest/Ungarn zeigt hingegen Schiffe der ungarischen Donau-Flottille – und demonstriert zugleich, wie mithilfe von 3D-Druck besonders präzise Details entstehen.

Zu den besonderen Attraktionen am Wasserbecken zählt laut Matysik auch der Verein European Offshore Scale Models aus den Niederlanden. Bereits 2023 hatte er auf der INTERMODELLBAU die imposante, zwei Meter hohe Offshore-Windkraftplattform „Victoria Mathias“ getauft. Auch in diesem Jahr präsentieren die Mitglieder wieder zahlreiche Offshore-Modelle auf dem Wasser.

Die Schüler der Berufsfachschule Technik des Berufskollegs Neandertal aus Mettmann bringen erneut ihre Titanic im Maßstab 1:100 mit und lassen außerdem ein Modell des Hamburger Dampfschiffs „Schaarhörn“ im Maßstab 1:15 zu Wasser. Der MBV Hofstade aus Belgien präsentiert ein Wasserdiorama auf ca. 30 Quadratmetern. Thema in diesem Jahr sind die legendären LIBERTY-Schiffe. Neu dabei ist außerdem ein Modellbauer, der mehrere Buddelschiffe und Modelle in Glas mit nach Dortmund bringt.

Einen letzten Tipp hat Dieter Matysik noch: Auch in Halle 5 bei den Kartonmodellbauern – Matysiks zweite Leidenschaft – wird es in diesem Jahr maritim. Dort präsentiert Rainer Petruck eine detailgetreue Nachbildung der historischen „Schifferbörse“. Das Modell entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg.

Blick über den Tellerrand
Wer die maritimen Modelle und Dioramen bewundert hat, dem sei auch ein Blick über den Tellerrand empfohlen. Denn die INTERMODELLBAU verbindet alle Modellbausparten an einem Ort. So auch den Eisenbahnmodellbau. Hier gehören die detailreichen Schauanlagen zu den absoluten Besuchermagneten. Sie bieten nicht nur jede Menge Inspiration, sondern auch die perfekte Gelegenheit zum Austausch über das gemeinsame Hobby und die neusten Modellbautechniken.

Weitere bestätigte Schauanlagen sind beispielsweise zwei Deutschland-Premieren. Eine davon bringt der Verein Reviermodule e.V. mit. Wie der Name es verrät, widmen sich die Mitglieder der detailgetreuen Darstellung von Bahn- und Industrielandschaften des Ruhrgebiets und des Bergischen Landes – in der Spurweite H0. Auf der INTERMODELLBAU 2026 präsentiert der Verein erstmals ein neues Industriemodell: eine detailgetreue Ammoniakfabrik. Wie bei den meisten Projekten des Vereins wurden auch bei diesem Modul überwiegend Gebäude und Wege aus Architekturkarton gefertigt. „Die INTERMODELLBAU ist für uns der ideale Ort, um dieses Modell erstmals zu präsentieren, hier bieten wir auch Workshops zum Modellbau an“, erklärt der Vorstand Michael von Schoenebeck.

Ebenfalls erstmals in Deutschland zu sehen ist die Schauanlage der Model Railroaders of Denmark. Der Club präsentiert eine eindrucksvolle Anlage mit einer detailreichen Wüstenlandschaft, kombiniert mit einem großen Lokomotiv-Betriebswerk und Servicebereich sowie vielen weiteren Highlights. Das Layout misst beeindruckende 17 Meter Mal 4,5 Meter und zeigt typische amerikanische Landschaften, darunter eine ausgedehnte Gebirgskette, einen Highway-Abschnitt, ein Bahnbetriebswerk und mehr. Zum Einsatz kommt eine große Bandbreite an US-Zügen – von der Dampflok-Ära bis hin zum modernen Dieselbetrieb.

Der Bundesverband Deutscher Eisenbahn-Freunde (BDEF) hat auch in diesem Jahr viele seiner Mitglieder nach Dortmund gelockt. Dazu gehört zum Beispiel der Modelspoorwegclub Spijkspoor aus den Niederlanden. Er bringt die Anlage „Stolberger Spitzkehre“ in Spur 0 mit. Das 3,5 km kurze Gleisstück vom Bahnhof Stolberg bei Aachen bis zum Zink Werk auf dem Münsterbuschplateau diente als Vorbild. Um diesen Ort zu erreichen, war eine Spitzkehre nötig, die die Höhenunterschiede überbrückt. Viele Szenen auf der Anlage sind animiert und teils durch Besucher zu aktivieren.

Außerdem stellt Sebastian Litters sein H0-Werk aus. Bei der Schauanlage handelt es sich um eine eingleisige Nebenbahn, die als Punkt-zu-Punkt Anlage mit den Betriebsstellen Rotwangen (Berg) (Fiddleyard), Haltepunkt Ostewaal, Anschluss Basaltwerk und Lauterthal (Wald) (Fiddleyard) ausgelegt ist. Zentrales Element ist die Anschlussstelle des Basaltwerks der Gebrüder Leimbach. Es verfügt über eine funktionsfähige Verladeanlage aus acht Lagerstellen. Neben dem umfangreichen Güterbetrieb in der Anschlussstelle Basaltwerk, ist auf der Strecke ein abwechslungsreicher Fahrbetrieb möglich.

Informationen für Besucher

Wer sich auf den Besuch der INTERMODELLBAU vorbereiten möchte, findet dazu auf der Webseite allerhand Tools. Direkt losgehen kann es, wenn das Ticket schon vorab im Onlineshop gelöst wurde – hier gibt es auch einen kleinen Preisvorteil. Stöbern können Besucher vorab zudem im Ausstellerverzeichnis der INTERMODELLBAU und im Programm. Einen Überblick gibt es auch in der Messe-App. Wer mit dem Auto anreist, für den steht in diesem Jahr an den Parkplätzen zudem der
Messe-Express bereit: Donnerstag bis Samstag in der Zeit von 8.45 bis 18.30 Uhr und Sonntag von 8.45 bis 17.30 Uhr fährt er die Parkplätze C, D, F und E an und bringt die Besucher zum Haltepunkt an der Westfalenhalle (bzw. zurück).

INTERMODELLBAU – WELTGRÖSSTE MESSE FÜR MODELLBAU UND MODELLSPORT Die weltgrößte Messe für Modellbau und Modellsport öffnet einmal jährlich für all jene die Tore, die die Welt in maßstabsgetreuer Miniatur erleben möchten. Eine riesige Auswahl an Ausstellern, Modellen, Anlagen und Produkten aus der ganzen Welt begeistert erfahrene Modellbauer ebenso wie Neueinsteiger und Familien. Ob Flug-, Eisenbahn, Schiffs-, Auto-, Funktions- oder Kartonmodellbau – hier ist für jeden etwas dabei. Besucher können Modellbau in der Messe Dortmund zudem im wahrsten Sinne erleben, denn auf der INTERMODELLBAU warten zahlreiche Mitmachaktionen, Vorführungen und Action-Shows.

Titelbild: Messe Dortmund

 

Quelle / Bilder :  www.intermodellbau.de