Rückblick auf das Tamiya Euro-Cup Deutschlandfinale 2026

Das Saisonhighlight für Tamiya-Fan war das alljährliche Tamiya Euro-Cup Deutschlandfinale 2026 vom 06.-09.08.2026. Dort trug die Turngemeinde 1855 Abteilung Modellsport auf ihrem Vereinsgelände das Event aus, welches von TAMIYA-CARSON Modellbau GmbH & Co. KG ausgerichtet wurde. Mit am Start waren alle Klassen, welche im Rahmen der Saison 2025/26 beim Tamiya Euro-Cup gefahren wurden. Diese Läufe in der Saison wurden in ganz Deutschland ausgetragen und waren nötig, um sich pberhaupt qualifizieren zu können. In diesem Jahr kamen wieder über 100 Fahrer und Fahrerinnen von jung bis alt aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden zur TGN, um in den Titelkampf einzugreifen. Neben ein paar neuen Gesichtern im Fahrerlager waren alte bekannte Gewinner und Podestplatzierte dabei. Einige Fahrer wollten ihre Vorjahrestitel verteidigen und andere Fahrer dies verhindern. Dabei sollte das Wetter in diesem Jahr keinen Einfluß auf die Ergebnisse haben. Es blieb trocken, sodass für alle gleiche Bedingungen herrschten.

Der offizielle Start war am Donnerstag, den 6.08.2026 mit einem Trainingstag in Gruppen. Wer wollte konnte bereits am Montag anreisen und erste Trainingsrunden drehen, wobei bis Mittwoch der Verein gleichzeitig mit den letzten Vorbereitung für das Rennen beschäftigt war. An dieser Stelle einen großen Dank an die vielen helfenden Hände, die am Aufbau, der Durchführung und dem Abbau beteiligt waren. Für die Teilnehmer wurden u.a. Pavillions auf dem Fahrerstand aufgestellt, die bei dem sonnigen Wetter für einen guten Schutz vor der Sonne sorgten. Für die TA gab es einen Pavillion, der genau an der Strecke aufgebaut wurde, wo die Fahrzeuge eingestellt und rausgenommen wurden. Diese Stelle war perfekt und war gut organisiert, dass kein Stau und „Getümmel“ entstand. In der TA (technische Abnahme) wurde vor jedem Lauf die Akkuspannung überprüft. Sollte jemand diese überschreiten, konnte derjenige nicht fahren. Hier gab es keine Beanstandungen, wie auch nach den Läufen. Die gefahrenen Fahrzeuge wurde abgestellt, dann von der TA überprüft und die Fahrer konnten im Anschluss ihre Fahrzeuge abholen. Bis auf kleine Hinweise gab es nichts zu bemängeln. Dafür sorgte die Prüfung der Chassis vor den eigentlichen Vorläufen und der Überprüfung aller Motoren in einem speziellen Pavillion mit Motortester. Die Motoren wurden unter gleichen Bedingungen überprüft und markiert, wodurch die TA an dieser Markierung sehen konnte, ob der richtige Motor eingebaut war.

Neben der Strecke sorgte der Verein für ein leckeres Catering und Sitzmöglichkeiten. Unter und hinter dem Fahrerstand, welcher vom Tamiya Raceway einige Fahrern bekannt ist, gab es überdachte Schrauberplätze. Andere Teilnehmer bauten ihre Pavillions auf und richteten darin ihre „Arbeitsplätze“ ein, wobei man an den üblichen Plätzen der letzten Jahre die selben Leute sah. Also alles wie immer. 

Etwas größer war in diesem Jahr das Interesse vor Ort im Camper, Wohnwagen bzw. Zelt zu übernachten. Dafür bot der Verein einen großen Platz vor dem Vereinsgebäude mit sanitären Anlagen wie schon die letzten Jahre vor Ort an. Gerade dies machte den Reiz aus, an dem Tamiya Euro-Cup teilzunehmen. Neben den spannenden und schönen Rennen, dann dem Erfahrungsaustausch im Fahrerlager macht das gemütliche Zusammensein an den Abenden dieses Event aus. Über die letzten über 30 Jahre ist eine große Familie entstanden. Mittlerweile fahren nicht nur die Kinder, sondern auch Enkel im Tamiya Euro-Cup mit. RC-Car Sport ist was für die ganze Familie.

Der offizielle Start war am Donnerstag mit der Möglichkeit ein paar Trainingsrunden zu drehen und dies auch in Gruppen. Dies wurde von den genannten Teilnehmer genutzt, um in den Trainingsläufen ihr Fahrzeug perfekt abzustimmen und auch ein Gefühl für die Strecke zu bekommen. Zwar waren vor dem Rennen zum WarmUP und an Trainingstagen schon ein paar Fahrer auf der Strecke, jedoch sollte das Training vor den Vorläufen wichtig sein. Manch ein Fahrer hatte zu Hause noch am Fahrzeug geschraubt und ein Check im Training ist da hilfreich. Wiederum andere hatte neue Fahrzeuge im Gepäck und mussten diese auf die Strecke abstimmen. Dies galt besonders in der Klasse M-Chassis, bei der der M-07 die letzten Jahre das Maß aller Dinge war. In diesem Jahr kam der XM-01 Pro auf den Markt und dies stellte sich als das Fahrzeug heraus, was noch schneller war. Selbst auf dem Rennen konnte noch ein Fahrer ein Fahrzeug ergattern, dieses zusammenschrauben und fahren. 

Zum Glück war nicht nur TAMIYA-CARSON Modellbau GmbH & Co. KG mit einem Stand, Baukästen und Teilen vor Ort.

Bei den Motoren blieb es fast unverändert. Nur in der Klasse Euro-TW wurde auf die Carson Dragster Turbo 2.0 2600 kV Motoren gewechselt, welche von TAMIYA-CARSON Modellbau GmbH & Co. KG zur Verfügung gestellt wurden. Für Stock und Fighter-Kids gab es wie in den letzten Jahren die Motoren aus dem Motorenpool. Abweichend vom letzten Jahr konnten die Motoren in den Vorläufen in den Fahrzeugen blieben und erst in den Finals am Sonntag ging es zurück zum Motorwechsel. Dis bedeudete, dass die Teilnehmer vor dem Lauf den Motor erhielten, einbauen und fuhren. Im Anschluss nach dem Lauf wurde der Motor ausgebaut und in den Motorpool zurückgegen, so dass jeder Fahrer in jedem Lauf einen anderen Motor fuhr. Dies im Sinne der Chanchengleichheit, wobei die Motoren im Vorfeld alle getestet wurden, damit diese im gleichen Leistungsspektrum lagen. Es wurden Motoren mit zu wenig bzw. zu viel Leistung bereits aussortiert. Danke für die Unterstützung an „Poldi“ dafür.

Für die nötige Leistung gab es neue Akkus. Es konnten die Carson 4500 mAH gefahren werden (bis auf in Stock), die es zum einem Sonderpreis vor Ort gab.

Zuletzt ein Blick auf das schwarze Gold. Bis auf in der Klasse M-Chassis und Fighter Kids waren nur die Tamiya Räder erlaubt und diese waren auf drei Satz begrenzt. In der Race Truck Klasse galt genauso die Reifenbegrenzung, jedoch mussten die vor Ort erworbenen Kompletträder gefahren werden. Für die Race Truck Fahrer gab es wie im letzten Jahr die Besonderheit, dass die Räder nicht geschmiert und geheizt werden konnten. Diese lagen in der TA und mussten vor dem Lauf montiert und dann gefahren werden. Nach dem Lauf wurden diese wieder in der TA deponiert bis zum nächsten Lauf.

Das offizielle Rennen begann nach der Fahrerbesprechung am Freitag morgen durch den Verein und Alexander Barthel, der einen Ausblick auf die kommende Saison gab. Bereits ein paar Tage zuvor gab es die Bekanntgabe des Reglement 2026/27 auf der Tamiya Euro-Cup Seite und wir hatten berichtet:

An den Start waren folgende Klassen:

  • Fighter Kids
  • Formel E
  • M-Chassis
  • Top Stock
  • Gentlemen
  • Stock
  • Race Truck
  • Euro TW

Bevor es weitergeht, hier die Gewinner des letzten Jahres:

Stock: Karl Dietze

Top Stock: Tobias Dietrich

M-Chassis: Tobias Dietrich

Gentleman: Dai Sakaguchi

Race-Truck: David Reip

Euro-TW: Maarten Wouters

Formel E: Klaus Waldmann

Fighter Kids: Ben Heiderich

Nicht alle der Fahrer waren in diesem Jahr dabei. Dies bedeutete, es würde neue Gewinner sich in die Siegerliste eintragen können. Die Frage war, wer würde dies sein und würde es u.a. Klaus Waldmann und Tobias Dietrich gelingen, ihre Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Eines vorweg, es gelang nicht jedem Fahrer,

Die Vorläufe selbst waren über zwei Tage verteilt. Drei Läufe gab es am Freitag und die letzten drei am Samstag. Der Kampf um die Pole-Position und die weiteren Startplätze blieb bis zum letzten Vorlauf offen. Dies lag an der Wertung von zwei Läufen. Bei sechs Läufen konnte sich jeder vier schlechte Läufe leisten, was den Kampf um die Platzierungen sehr interessant machte. Hinzu kam das Thema Reifen. Durch die Reifenbegrenzung in einigen Klassen war die Frage, wer wann neue Reifen fuhr. Da war Taktik gefragt und ein wenig Glück.

Der erste Vorlauftag brachte schon ein kleine Tendenz, wer bisher am besten mit den Bedingungen zurecht kam. Doch bei drei verbleibenden Vorläufen war noch nichts entschieden.Dafür war noch genug Zeit am Fahrzeug zu schrauben und seine Ergebnisse zu verbessern. Das Gute am Event war, dass am Ende der Läufe die Strecke zum Training freigegeben war. Für Teilnehmer einer DM ein absolutes Novum. Sowas ist meist nicht erlaubt. 

Der Freitag war nach drei Vorläufen noch lange nicht zu Ende. Es ging weiter mit dem 2,4 Stunden Race Truck Langstreckenrennen mit einer kurzen Qualifikation für die Startaufstellung und dem eigentlichen Rennen vom Hellen ins Dunkle. Damit war klar, warum ein Lichtsatz an den Race Trucks ein „Must have“ war. Das Rennen war nach dem Start geprägt von einer spannenden Anfangsphase, vielen Akkuwechseln und ein paar wenigen Reifenwechseln. Selbst das Siegerteam kam ohne Reifenwechsel aus. Es war zwar hart an der Grenze, reichte aber so Michael Stefan von Team RC-KleinKram. Bei der ersten Teilnahme gleich zum Sieg. Herzlichen Glückwunsch.

Das Rennen seht ihr hier:

Der nächste Tag brachte die Entscheidung um die finale Startaufstellung. Hier gab es in der Formel E Klasse keine große Überraschung. Klaus Waldmann dominierte als Vorjahressieger und war fest überzeugt, seinen Titel zu verteidigen und im letzten Jahr dieser Klasse als Sieger hervorzugehen.

In der Klasse M-Chassis war es Stefan Klöpsch, der mit dem XM-01 am Schnellsten war. Stefan musste sich nur im dritten Vorlauf dem Vorjahressieger Tobias Dietrich geschlagen geben. In allen anderen Läufe war er siegreich und war auf Titelkurs. Wolfgang Rduch und Joost Wouters waren noch mit Ausseiterchanchen dabei.

In Stock und Fighter Kids war es ein einheimischer junger Nachwuchsfahrer mit Linus Zwingenberger, der mit schnellen konstanten Zeiten sich die Pole Position vor Nick Mehlhorn sicherte. Die Frage war, ob Linus dies am Finaltag wiederholen konnte.

Die Klasse Top Stock schien in der Hand des Vorjahresgewiners Tobias Dietrich zu sein. Doch bekam er durch Maximilian Schau, Alexander Hupfeld und Pascal Wagenpfeil richtig Druck. Maximilian und Pascal fuhren in den letzten beiden Vorlauf je einen Laufsieg ein und zeigten, dass sie nicht kampflos hinter Tobias das Rennen beenden wollten.

In Gentlemen war die Leistungsdichte noch etwas dichter. Ein alter „bekannter Neueinsteiger“ konnte sich den ersten Startplatz sichern. Michael Gradl war immer einen Tick schneller und konnte Dietmar Drost, Klaus Hein, Werner Bihler, Daniel Bochtler und Michael MIGA auf die Plätze verweisen. Hier fiel auf der technischen Seite auf, dass einige Fahrer einen „ARS-Umbau“ mit TRF-Teilen an der Hinterachse fuhren. Dies bedeutete, dass es hinten keine Radträger, sondern Lenkhebel verbaut waren. Über Rechts-/Linksgewindestangen konnte die Spur eingestellt werden.

Eine noch spannendere Klasse war die mit den Race-Trucks. Neben den bekannten erfolgreichen Fahrern der letzten Jahre konnte sich Michael Stefan in die Führungsriege einreihen. Mit Startplatz 4 war er direkt hinter den Top drei Fahrern plaziert. Oliver Maaß war ganz vorn vor Tobias Wernicke und Christian Nassler in der Startaufstellung zu finden. Eines war klar, nachdem David Reip nicht am Start war, würde es einen neuen Gewinner geben.

Am Anfang sah es in Euro-TW noch sicher an der Spitze für Alexander Heym aus, doch waren Roland Wagenpfeil, Lukas Niederer, Florian Rothdauscher und Tim Jarosch nicht viel langsamer. Die Frage für die Finale war, wer hatte noch die meisten neuen Reifen übrig oder hatte man diese schon komplett aufgebraucht. Es sollte sich herausstellen, dass viele mit nur einem Reifensatz auskamen und für den Finaltag zwei „Frische“ hatten.

Ziwschendurch in der Mittagspause gab es die Karsseriewertung.

Die Vorläufe 4-6 könnt ihr euch hier nochmal ansehen:

Zum Ende gab es noch das Kinderschminken, nur das die Kinder die Erwachsenen schminkten. Ein schöner Spaß, den ich gerne mitgemacht habe

Der letzte Tag begann mit der Fahrerbesprechung und Informationen über den Startablauf und die TA. Für uns bedeutete es etwas Stress, nachdem der Rechner nicht mehr das machte, was er sollte. Doch pünktlich um 9 Uhr lief das System wieder und ihr könnt euch gerne das Rennen mit den Finals hier ansehen. Es ist lohnswert. Am Ende gibt es die Siegerehrung zu sehen. Die Bilder der Sieger und die Ergebnisse findet ihr hier im Beitrag: –Hier Klicken– Schaut euch gerne den Finaltag mit der Siegerehrung hier nun an:

Damit war das Tamiya Euro-Cup Deutschlandfinale beendet. Der Veranstalter und Alexander Barthel (Tamiya-Carson) bedankten sich bei alle Beteiligten und gaben bekannt, dass es 2027 hier im August das nächste Tamiya Euro-Cup Deutschlandfinale geben wird.

Bei der Siegerehrung war auch Prominenz dabei. Siehe Bild:

Bei der Siegerehrung waren zur Pokalübergabe der stellv. Landrat des Landkreises Neustadt Coburg Martin Stingel in Vertetung von Sebastian Straubel (Schirmherr) und Mitglied des Kultursenats Neustadt bei Coburg Katja Hofmann, und Rolf Melzer von der TGN.

Für die Qualifikation geht es weiter in den Regionen. Dazu findet ihr auf der www.tamiya.de Seite unter Events die kommenden Renntermine. Aktuell zum heutigen Zeitpunkt war das Relement 2026/27 noch in der finale Bearbeitung.

Freut euch auf eine neue tolle Saison und auf 2027 hier an dieser Stelle.

 

Webseite des Vereins: https://tg-neustadt.de

Rennserie: Tamiya Euro-Cup